Wo sollte ich mein Konto eröffnen?

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Vor mehr als zehn Jahren habe ich mein erstes Bankonto eröffnet. Um genauer zu sein, war das vor 11 Jahren. Ja, damals hatte ich viele Probleme. Ich kam nämlich zum Studium nach Deutschland aus einem Land, das sich ziemlich im Osten Europas befindet.

Damals war das Eröffnen von einem Konto auf Grund meiner Situation eine sehr komplizierte Angelegenheit. Da mein Land nicht zu der EU gehörte, gab es ganz viele kleine Formalitäten, die zusätzlich zu den Umständen kamen, die man sonst hat.

Bankkonto eröffnenMan brauchte ein Bankkonto fast in allem, was man anfing, wie zum Beispiel, wenn man arbeiten wollte. Gleichzeitig durfte man aber kein Konto eröffnen, wenn man keine Adressenregistrierung hatte. Es war aber nicht so leicht, eine Wohnung zu finden. Für mich war das schon ein Riesenstress. Doch ein paar Jahre später hatte ich bereits davon vergerssen.

Ich habe seitdem mehrmals meine Bank gewechselt und das ging ganz einfach. Sobald ich im Lande mit einer Adresse registiert war, war das alles ganz leicht und bequem.

In Deutschland hat man einen sehr grossen Vorteil, wenn man ein Konto eröffnet, und nämlich, dass alles geregelt ist. Es ist alles so leicht gemacht, dass ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht habe, welche Risiken es mit sich bringt, bei einer Bank das eigene Geld zu deponieren. Dass dies die sicherste und selbstverständichste Sache der Welt ist, stand für mich einfach ausser Zweifel. Ich hatte je kein Vermögen, sondern war ein Friseur in Frankfurt, aber immerhin…

Vor allem hat man in Deutschland als Student kaum Kosten, wenn man ein Bankkonto eröffnet. Solche entstehen weder, wenn man ein Konto eröffnet, noch, wenn man über längere Zeit über das Konto verfügt.

Ausserdem bekommt man ganz leicht bei der Stadtsparkasse ein Dispokredit, das den armen Studenten immer wieder hilft, die Monatsmiete, die ca. zum 30sten kommt, rechtzeitig bezahlen zu können.

günstiges Konto eröffnenNicht anders sah es aus bei der Kreissparkasse aus, wo ich auch mal ein Konto geöffnet hatte, und wo ich sogar Geld auf einem Sparbuch gesammelt habe. Dort gibt es eine Abteilung, die speziell mit Menschen unter 30 arbeitet. Ich fand das damals irgendwie schön. Ich habe zwar nie genau verstanden, ob man da irgendwie anders behandelt wirdund wenn ja, warum.

Jedenfalls fand ich es schön und spannend, ein Teil der „jungen Kreissparkasse“ zu sein. Dort war das Ambiente auf jeden Fall sehr passend zu meiner Stimmung. Meine nicht ganz vornehme Vorgehnsweise und lockerer Stil wurden dort auch ganz gut angenommen. Irgendwie war der jenige, der sich das einfallen liess, richtig schlau. Es hat mir auf jeden Fall etwas ausgemacht, ob ich an so einer oder an einer anderen Stelle meine Rechnungen bezahle und  mich über mein Kontuzustand unterhalte.

Ich habe nie wieder darüber nachgedacht, dass ich mein Geld wo anders aufbewahre. Vor allen Dingen hatte die „Junge Kreissparkasse“ abdends länger auf, und ich schaffte es locker, nach den Vorlesungen dahinzugehen.

Ich hatte aber ausser dieser Besonderheit nichts an dieser oder einer anderen Bank gesehen, was so besonders sein könnte, dass ich unbedingt mein Konto dort haben wollte. Wahrscheinlich macht es eher bei sehr vermögenden Menschen etwas aus…

In den letzten Jahren jedoch, als es immer wieder um Bankkrisen ging, hat mich oft die Frage beschäftigt, worin der Unterschied zwischen den diversen Banken besteht.

Und dann habe ich genauer überlegt, was mich dazu gebracht hat, meine Bank in Deutschland auszuwählen, und nicht  eine andere. Also, das war vor allem der Zufall, und die Tatsache, dass beirets viele meiner Bekannten dort ihr Geld hatten und für Geschenkideen investierten.

Und dann habe ich mich an vielen guten Extras erinnert, die ich irgendwo bei anderen Banken wahrscheinlich nicht hätte. Zum Beispiel war es ein Riesenvorteil für mich, dass es die Sparkasse irgendwie überall gab, im Unterschied zu einigen anderen Banken. Sie hatte vor allen Dingen Bankautomaten an der Uni, was auch das Geldabheben sehr günstig machte.

Ich habe mir sogar erinnert, dass ich nicht bei allen Banken eine ähnlich freundliche Behandlung bekam.

Ganz am Anfang, als ich Probleme mit meiner Adresse hatte, wurde ich in einigen Banken eher daruaf hingewiesen, nach einer anderen Stelle zu suchen, wo ich mein Konto eröffne. Auch an anderen Stellen war es aber sehr schwierig, ein Dispokredit zu kriegen.

Wenn ich jetzt ein Bankkonto eröffne, also zehn Jahre später und in einem andern Land, dann weiss ich bereits alles sehr hoch zu schätzen, worüber ich damals verfügte.

Ich bin jetzt in einem anderen Land, wo nicht nur „sichere“ Banken aufmachen. Wenn in Deutschland sich eigentlich keine verdächtige Bank durchsetzen kann, und man eigentlich immer auf der sicheren Seite ist, so muss man in anderen Ländern extrem vorsichtig sein.

Ausserdem hat man in Deutschland den Vorteil, dass man immer als Kunde, und zwar in der Bank ganz besonders, extrem nett und freundlich behandelt wird.

Sofort nachdem mein Land ins EU kam, durfte ich von Deutschland aus Geld gegen sehr niedrigen Gebühren überweisen. Es hat sich eigentlich nicht wirklich wie eine Auslandsüberweisung angefühlt.

Doch das sah ganz anders aus auf der anderen Seite. Von meinem Land aus musste ich mit riesigen Gebühren rechnen.

Also ein Konto in Deutschland zu eröffnen und zu haben, ist schon ein Riesenvorteil. Doch, wie auch immer, die Schwierigkeiten, die ich nach dem Ende meines Studentenlebens und in anderen Ländern hatte, haben mir gezeigt, wie wenig ich von der Welt verstehe. Sehr viele Unsicherheiten verstecken sich hinter der sicheren Fassade einer Bank. Dort wird ja das gesammelt, wovon diese Welt regiert wird – das Geld.

Wenn man eine oder andere Bank nutzt, entscheidet man sich auch für eine Art von Finanzpolitik, sogar für ein Land. Also sollte man sich die Zeit nehmen und genauer zu überlegen, wo man ein Bankkonto eröffnet (bestätigt auf Mobilspionage).

Ich wurde im Übrigen so neugierig, dass ich mich letztens darüber informiert habe, welche eigentlich die zehn sichersten Banken der Welt sind. Von den deutschen ist im Übrigen nur eine dabei. In der gesamten Liste sind wohl fünf deutsche Bank, aber unter den zehn sichersten ist die Landwirtschaftliche Landesbank.

Spitzenreiter ist die Shizuoka Bank in Japan, danach kommt Nat´l bank aus Kuweit, Intesa Saopaolo aus Italien, Pohjola Bank aus Finnland BNY Mellon aus den USA, Nordea bank aus Schweden, DBS Bank aus Singapur, HSBC Holdings aus  Grossbritanien, ASB Bank aus Neu Zeeland, Banco Santander aus Italien, National Australia Bank aus Australien, Zuericher  Kantonalbank aus der Schweiz, Bank Nederlandse Gemeenten aus Holland und Caisse des Depots et Consignations aus Frenkreich.

Naja, ich kann mir schon denken, wie viel höher die Jahresgebühr da ist… Die Namen hatte ich jedenfalls nie vorher gehört…

 

 

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